Cryptoraves: Underground oder Marketing?

Mit Blockchain zum Rave.

„Cryptorave“-Szene nennt sich die selbsternannte Subkultur, die ihre Anhänger via Blockchain-Technologie erreichen möchte. Eigentlich soll es bei der Cryptorave-Szene um Anonymität gehen und um dezentralisierte Raves nur für ein spezielles Netzwerk an „Freuden“ bzw. Szenekennern. Also um einen Techno-Underground, der nicht unbedingt komerziell vermarktet werden will. Definitiv ein interessanter Ansatz via Darknet und Blockchains Informationen über Partys zu verteilen bzw. mit Cryptowährungen Partys zu finanzieren. Das macht Sinn, wenn eine Szene wirklich Underground sein möchte.

Zum Noizz-Artikel

 

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Soundcloud promoted Pride-Playlist

Soundcloud präsentiert mit Pride-Playlists die Dimension von queerer Musik

Die queere Musikszene war schon immer die Avantgarde in der Geschichte des Pop.

SoundCloud hat sich mit verschiedenen Künstler*innen zusammengetan, um spezielle Pride-Playlists zur Feier des Pride-Monats zu erstellen. Die Playlists sollen ein Dank an die queeren Musiker*innen sein, die seit Jahren die Plattform mit ihren Songs unterstützen.

Artikel zur Soundcloud-Kampagne für Noizz.de

Georgische Club-Kultur: Techno als Politikum

Mit Maschinengewehren in Techno-Clubs: Die georgische Subkultur ist schockiert

Wie die Jugend in Tiflis um ihre Freiheit kämpft.

Eigentlich wollte ich einen Artikel schreiben über die aufblühende queerfreundliche Technokultur in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Einen Text darüber, wie erfreut ich war über die großen Fortschritte, die das krisengeschüttelte Land in so kurzer Zeit gemacht hat – und das alles in einem erzkonservativen, orthodoxen Umfeld.

Im April erst hatte ich die vielfältige Metropole im Kaukasus besucht, um über die Technoszene zu recherchieren. Aber seit dem letzten Wochenende ist alles anders, die Realität hat nicht nur die Tifliser Subkultur wieder eingeholt, sondern auch mich und meine Hoffnung auf einen progressiven, queerfreundlichen Osten.

Was ist passiert?

Im größten und bekanntesten Techno-Club der Stadt, dem europaweit bekannte Bassiani, und im kleinen sympathischem Café Gallery hat die Polizei in der Nacht auf Samstag brutale Razzien durchgeführt. Der angebliche Grund dafür sind fünf Drogentote in den letzten drei Wochen, die auf eine unbekannte Substanz zurückzuführen sind.
Das Bassiani selbst bestreitet den Zusammenhang zwischen den Toten und dem Club.

Ich kann dazu meinen Eindruck schildern: Im Bassiani ist mir nicht ein Dealer begegnet, auf den Toiletten wird tatsächlich gepinkelt und nicht – wie in anderen Clubs – ein stundenlanges Happening abgehalten. Die einzig sichtbare Droge bei meinem Besuch war Alkohol, in Form von Wodka und Bier.

Aber zurück zu den Ereignissen. Während der Razzien kam es zu Protesten vor dem Bassiani. Die friedlichen Spontandemonstrationen endeten in heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mit den Maschinengewehren stürmten diese den Club und zeigten – laut Bassiani-Manager Makuna Berkazaschwili – mit den Maschinengewehren auf den DJ. Anschließend wurden alle rausgeschmissen. Etwa 60 Protestanten wurden in dieser Nacht verhaftet.

Hier geht es weiter zum Online-Artikel bei Noizz.de: https://noizz.de/musik/mit-maschinengewehren-in-techno-clubs-die-georgische-subkultur-ist-schockiert/7k7xrvz

 

 

 

75 Jahre LSD- Eine Kulturgeschichte der Psychedelik erzählt in 13 Songs

Vor 75 Jahren hat der Schweizer Chemiker Albert Hofmann LSD entwickelt und dessen bewusstseinsverändernde Wirkung entdeckt. Ursprünglich für die Pharmaindustrie gedacht, veränderte die Droge eine ganze Generation – und maßgeblich auch die Musik.

Eigentlich wollte Albert Hofmann ein Kreislaufstimulans entwickeln, als er 1938 mit der chemischen Forschung auf Basis eines natürlichen Stoffs, dem Getreidepilz Mutterkorn, begann und 1943 eine Versuchsreihe mit Lysergsäurediethylamid-25 startete. Durch ein Versehen gelangte sein „Sorgenkind“, wie er LSD später nannte, in den eigenen Körper und Hofmann entdeckte die ungeahnten Fähigkeiten der Substanz. Am 19. April 1943 wiederholte er das Experiment, diesmal nahm er kontrolliert 250 Mikrogramm ein – der Geburtstag von LSD.

In den 50er Jahren in psychotherapeutischen Kontexten eingesetzt und verbreitet, sorgten ab den frühen 60ern vor allem der Schriftsteller Ken Kesey mit seiner Hippie-Gruppe „Merry Pranksters“ und der Psychologe Timothy Leary mit seiner medienwirksamen Kampagne „Turn On, Tune In, Drop Out“ für eine Verbreitung der Droge als psychedelischer Türöffner und Mittel zur Bewussstseinserweiterung. Von Anfang an waren Bands dabei: Bei den LSD-Happenings von Kesey traten The Greatful Dead auf und bald entwickelten auch andere Bands „bewusstseinserweiternde“ Musik.

LSD wurde nicht nur in den Texten thematisiert, sondern gleichermaßen verklanglicht. Gleichzeitig kamen neue Technologien wie der Synthesizer auf. Die Kombination aus freiem Geist, neuen elektronischen Instrumenten und LSD als musikalischer Trigger des Gehirns ebneten den Weg für eine musikalische Evolution, deren Auswirkungen bis heute zu hören sind. Unter anderem in diesen 13 Songs, die es ohne LSD wohl nicht geben würde.

Hier geht es zum Link der Listcle für BR-Kultur-Online: